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Unfruchtbarkeit betrifft ca. 15-20 % von Paaren. Die Hauptursache besteht darin, dass sich Frauen immer später für ein Kind entscheiden. Nicht ohne Bedeutung sind auch der Lebensstil und die Ernährung sowie das Rauchen und der Alkoholkonsum bei beiden Partner. Eine Diagnose muss jedoch nicht unbedingt Kinderlosigkeit bedeuten. Dank einer genauen Diagnose und den modernen Methoden der Assistierten Reproduktion (ART) werden sogar 80 % von unfruchtbaren Paaren schwanger und bekommen ein gesundes Kind.

Eine Behandlung der Unfruchtbarkeit sollte immer mit den einfachsten, am wenigsten invasiven und den billigsten Behandlungsmethoden angegangen werden. VITROLIVE bietet die modernsten Methoden an – vorbeugende Behandlungen, intrauterine Insemination und hochspezialisierte ART-Methoden: die klassische In-vitro-Fertilisation und die In-vitro-Fertilisation mit intrazytoplasmatischer Spermieninjektion.

Die klassische In-vitro-Fertilisation (auch als IVF bekannt) kommt zur Anwendung, wenn alle anderen Methoden eine Schwangerschaft zu erreichen, ausgeschöpft worden sind. Sie wird beim partiellen oder totalen Eileiterverschluss, bei Samenpathologie, wenn der Eisprung jahrelang ausbleibt und immunologische Faktoren vorliegen, bei Endometriose, beim Fehlschlagen von Inseminationsversuchen mit dem Samen des Partners oder Spendersamen sowie bei ungeklärter Unfruchtbarkeitsursache durchgeführt.

Es handelt sich dabei um ein Verfahren, das aus mehreren Schritten besteht. Nach der kontrollierten Hyperstimulation der Eierstöcke werden aus ihnen Eizellen gewonnen. Die Eierstockpunktion erfolgt transvaginal, meistens unter einer kurzen Vollnarkose. Im nächsten Schritt werden die gewonnenen Eizellen in einer Petrischale zusammen mit dem vorher gewonnenen und aufbereiteten Samen des Partners oder eines Spenders zwecks Befruchtung zusammengebracht. Die befruchtete Eizelle wird Zygote genannt. Aus der Zygote entwickelt sich ein Embryo. Die Embryonen werden im Labor, unter streng kontrollierten Bedingungen, drei bis fünf Tage lang kultiviert. Im nächsten Schritt wird der Embryo in die Gebärmutterhöhle übertragen. Im Blastozystenstadium (5. Tag) kommt es unter natürlichen Umständen zur Implantation des Embryos in der Gebärmutterhöhle.

Im IVF-Labor bei VITROLIVE ist es möglich, mit Hilfe einer Embryoscope das Embryo vom Zeitpunkt der Empfängnis über alle seine Entwicklungsstadien hindurch bis zum Zeitpunkt der Transfer zu beobachten. Manchmal wird die Assisted-Hatching-Methode verwendet, um die Implantation des Embryos in der Gebärmutterhöhle zu verbessern. Es wird dabei unter dem Mikroskop ein kleines Loch in die äußere Schicht des Embryos, die sog. Zona pellucida, eingeritzt. Die Öffnung erleichtert dem Embryo das Schlüpfen aus der Außenschicht, was notwendig für die korrekte Implantation ist. Zurzeit fehlen jedoch überzeugende wissenschaftliche Beweise, dass durch die Anwendung dieser Methode die Wirksamkeit der Behandlung deutlich verbessert wird.

Es gibt Fälle, in denen am dritten oder fünften Tag nach der Befruchtung die Anzahl der nach der In-vitro-Fertilisation gewonnenen Embryonen größer ist, als man in die Gebärmutterhöhle übertragen kann. Es ist dann notwendig, die überzähligen Embryonen einzufrieren. Bei VITROLIVE wird hauptsächlich die Vitrifikationsmethode verwendet. Eingefrorene Embryonen werden in den nächsten Zyklen verwendet, ohne dass die Eierstöcke erneut stimuliert werden müssen. Die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer liegt bei der klassischen In-vitro-Fertilisation bei 25–45 Prozent.

Bei stark reduzierter männlicher Fruchtbarkeit (eine geringe Anzahl von Sperma im Samen, eingeschränkte Beweglichkeit der Spermien sowie ein großer Anteil von Spermien mit Fehlbildungen), wenn die klassische IVF-Methode versagt (es findet keine Befruchtung statt) sowie wenn die Schutzhülle um die Eizelle das Eindringen des Spermiums verhindert, kommt die ICSI-Methode zum Einsatz (In-vitro Fertilisation mit intrazytoplasmatischer Spermieninjektion).

Die ICSI-Methode gehört zu den größten Errungenschaften in der Behandlung der männlichen Unfruchtbarkeit. Während der Behandlung wird eine einzige Samenzelle mit einer Mikropipette unter dem Mikroskop in die reife Eizelle eingeführt. Die ICSI-Methode in den Händen eines erfahrenen Embryologen erhöht die Wahrscheinlichkeit der Eizellenbefruchtung sogar bis zu 90 Prozent.